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...Gedichte zum Nachdenken und Weiterdenken
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Unbeständigkeit |
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UnbeständigkeitIm spielenden Bache da lieg ich, wie helle! Verbreite die Arme der kommenden Welle, Und buhlerisch drückt sie die sehnende Brust. Dann trägt sie ihr Leichtsinn im Strome darnieder; Schon naht sich die zweite und streichelt mich wieder, Da fühl ich die Freuden der wechselnden Lust. O Jüngling, sei weise, verwein nicht vergebens Die fröhlichsten Stunden des traurigen Lebens, Wenn faltterhaft je dich ein Mädchen vergißt. Geh, ruf sie zurücke, die vorigen Zeiten! Es küßt sich so süße der Busen der zweiten, Als kaum sich der Busen der ersten geküßt. (Johann Wolfgang von Goethe)
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Ich ging im Walde |
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Ich ging im WaldeIch ging im Walde So für mich hin, Und nichts zu suchen, Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich Ein Blümchen stehn, Wie Sterne leuchtend, Wie Äuglein schön.
Ich wollt es brechen, Da sagt' es fein: Soll ich zum Welken Gebrochen sein?
Ich grub's mit allen Den Würzlein aus. Zum Garten trug ich's Am hübschen Haus.
Und pflanzt es wieder Am stillen Ort; Nun zweigt es immer Und blüht so fort. (Johann Wolfgang von Goethe) |
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Bücher dieser Welt |
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Bücher dieser WeltAlle Bücher dieser Welt bringen dir kein Glück, doch sie weisen dich geheim in dich selbst zurück. Dort ist alles, was du brauchst, Sonne, Stern und Mond, denn das Licht, danach du frugst, in dir selber wohnt. Weisheit, die du lang gesucht in den Bücherein, leuchtet jetzt aus jedem Blatt - denn nun ist sie dein.
(Hermann Hesse) |
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