Rene Kollarits
 
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Übersicht Projekt GILGAL (klick hier)

Übersicht neues Projekt LUBULINI (klick hier)

Das Swasiland gehört zu den ärmsten Ländern dieser Welt. Gemeinsam für Kinder, gemeinsam gegen AIDS. Das Swasiland im Südosten Afrikas ist das Land mit der höchsten HIV Infektionsrate der Welt. Enormer Druck lastet nicht nur auf den Betroffenen selbst, sondern auch auf Gesundheitshelfern, Hilfsorganisationen und Regierungsstellen. Eine neue landesweite Kampagne soll jetzt alle Helfer zusammenschließen und neuen Mut für die Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe geben.

120.000 Kinder sind es derzeit, die in Swasiland von AIDS betroffen sind. Entweder sind ihre Eltern bereits gestorben oder sie sind so schwach, dass sie weder Felder bewirtschaften noch ihre Kinder versorgen können. Noch vor zwei Jahren waren die „child-headed-households“, Haushalte, die von Kindern geführt werden, ein in der Entwicklungszusammenarbeit neu definierter Begriff, die aufgrund der hohen Zahl der Waisenkinder eingeführt wurde, Heute sind diese Haushalte im südlichen Afrika schon zur Selbstverständlichkeit geworden.

 

Die neue, von Premierminister Themba Dlamini vor 3000 Schülerinnen und Schülern in Manzini vorgestellte Kampagne „Gemeinsam für Kinder, gemeinsam gegen AIDS“ soll vor allem eines verdeutlichen: es liegt in der Verantwortung aller, für Kinder, die von AIDS betroffen sind, etwas zu tun. Die Regierung stellte zusätzliche Mittel zur Verfügung, damit Waisenkindern der Schulbesuch ermöglicht wird und gemeinsam mit den Hilfsorganisationen, den UN-Vertretern und kirchlichen Organisationen werden Schwerpunktthemen und Hilfsaktionen geplant.

PROJEKTINHALT

1975 begann World Vision seine Aktivitäten im Swasiland. Heute ist World Vision die größte internationale Nichtregierungsorganisation (NGO) im Land und unterstützt 13 Projekte. Eines davon ist das Projekt Gilgal, das von österreichischen Patinnen und Paten unterstützt wird.

Wo liegt das Projekt?

Das Projekt "Gilgal" liegt im Osten Swasilands, rund 105 Kilometer von der Hauptstadt Mbabane entfernt. Mit lediglich 350 mm durchschnittlicher Jahresniederschlagsmenge gehört es zu den trockensten Landesteilen und wird regelmäßig von Dürren heimgesucht.

Warum wird Hilfe benötigt?

Die Region gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten des ganzen Landes. Die soziale Infrastruktur (Straßen, Schulen, Kliniken) ist völlig unzureichend. Niedrige landwirtschaftliche Erträge, viele schulpflichtige Kinder, die nicht zur Schule gehen, und verbreitete Unterernährung kennzeichnen die Region. Während der letzten Jahre gab es wiederholt Dürreperioden, die das Nahrungsmitteldefizit in weiten Teilen der Bevölkerung verschärften. World Vision unterstützte die Bevölkerung dieser Region während dieser Zeit mit Lebensmitteln, Saatgut, Dünger etc.

Obwohl 75% der Bevölkerung Swasilands in der Landwirtschaft beschäftigt sind, ist das Land bis heute nicht in der Lage, die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln, insbesondere mit dem Grundnahrungsmittel Mais, sicherzustellen. Der hohe Viehbestand treibt durch die stetige Überweidung einen Erosionsprozess voran, welcher zu einer ständig abnehmenden Bodenfruchtbarkeit führt. Dazu trägt auch die Abholzung zur Gewinnung von Holzpulpe für die Papierherstellung bei.

Wer ist an der Projektarbeit beteiligt?

Die Projektbewohner haben aus ihren Reihen ein Komitee gewählt, das zusammen mit World Vision für die Planung und Durchführung der verschiedenen Aktivitäten verantwortlich ist. Außerdem sind auch Vertreter der zuständigen staatlichen Behörden für Gesundheit, Schule, Landwirtschaft und Veterinärmedizin an der Projektarbeit beteiligt. Durch diese Partnerschaft ist die Koordinierung der Arbeit mit anderen Hilfsorganisationen, Kirchen und sonstigen Gruppen gewährleistet.

Neben der Eigenbeteiligung der Projektbevölkerung und der Unterstützung durch World Vision GEV wirkt auch World Vision Deutschland an der Finanzierung des Projektes mit.

Wie hilf World Vision? Wie werden die Spenden eingesetzt?

1. Gesundheit

Alle Kinder und Jugendliche werden regelmäßig untersucht. In Schulungskursen werden Grundkenntnisse über Hygiene, gesunde Ernährung und die Entstehung und Behandlung häufiger Krankheiten vermittelt. Zur Verbesserung der sanitären Verhältnisse wird der Bau von Toiletten gefördert. Der Bau neuer Brunnen bzw. Schutz bestehender Wasserquellen soll die Häufigkeit von Krankheiten, die auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen sind (z.B. Durchfall und Infektionen der Haut), reduzieren.

Die Aufklärung über HIV/AIDS ist ein wichtiger Faktor der Arbeit, da über ein Drittel der Bevölkerung als mit HIB infiziert gilt.

2. Schule/Ausbildung

Ein besonderes Anliegen des Projektes ist die Förderung der schulischen Ausbildung der Kinder, die sich durch die rasante Zunahme der AIDS-Waisen in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger gestaltet. Dazu werden bestehende Schulgebäude renoviert bzw. erweitert, dazugehörige sanitäre Einrichtungen geschaffen und Vorschulen errichtet. Außerdem wird die Ausstattung der Schulen mit Lehrmitteln und die Versorgung besonders bedürftiger Schüler unterstützt, um das Ausbildungsniveau zu erhöhen.

3. Landwirtschaft/Familienhilfe

Um die Ernteerträge zu steigern, werden die Kleinbauern in verbesserten Anbaumethoden angeleitet. Sie erhalten dürretoleranteres Saatgut und haben die Möglichkeit, zinsgünstige Kleinredite für Düngemittel und Ackergeräte aufzunehmen. Im Kampf gegen Bodenerosion werden Aufforstungsmaßnahmen durchgeführt. Das Projekt fördert insbesondere Fraune bei der Gründung eigener kleiner Unternehmen durch die entsprechende kaufmännische Schulung und die Bereitstellung von Kleinkrediten.

4. Christliches Engagement

Das Projekt unterstützt die Arbeit der christlichen Kirchen, indem es Schulungen für Leiter und Mitarbeiter der verschiedenen lokalen kirchlichen Gruppen anbietet.

5. Sonstiges

Die gewählten Vertreter des Projektkomitees werden in allen wichtigen Aspekten der Projektplanung und -durchführung, wie z.B. Mitarbeitermotivation, Budgetplanung und Finanzkontrolle, geschult. Sämtliche Maßnahmen sollen so bald wie möglich ohne Hilfe von außen weitergeführt werden. Die Mitaribeter von World Vision werden dabei vor allem eine begleitende, beratende Funktion ausüben. "Hilfe zur Selbsthilfe" ist das Ziel unser Arbeit.

Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie alle geplanten Aktivitäten, die den Kindern, deren Familien und der gesamten Umgebung auf lange Sich ein besseres Leben ermöglichen. Die einzelnen Maßnahmen und Ziele werden von den Familien im Projekt gemeinsam erarbeitet und mit World Vision umgesetzt.

 

 
 
Rene Kollarits   Rene Kollarits
 
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