Rene Kollarits
 
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Südburgenländer mit Einrad den Jakobsweg zurückgelegt PDF Drucken E-Mail
Montag, 21. September 2009 um 08:09

Georg Dujmovits, ehemaliger Snowboarder und Bruder von Burgenlands Snowboardass Julia Dujmovits, kam letzte Woche von einer ungewöhnlichen Reise zurück. Mit dem Einrad im Gepäck ging es nach Pamplona, um von dort aus den Jakobsweg zurück zu legen - nicht zu Fuß und nicht mit dem Rad, sondern mit dem Einrad!!!

Der Jakobsweg in Spanien zieht jährlich Tausende Wanderer in seinen Bann. Ein nicht alltägliches Fortbewegungsmittel hat der Burgenländer Georg Dujmovits für seine Reise auf dem alten Pilgerweg, der zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela führt, gewählt: Der 23-Jährige legte im August die rund 760 Kilometer lange Strecke von Pamplona bis Santiago in 18 Tagen auf dem Einrad zurück.

Mit dem Einfahren hat der Bruder von Snowboarderin Julia Dujmovits vor acht Jahren begonnen. In der Vorbereitung für die Reise am Jakobsweg legte er täglich maximal 30 bis 40 Kilometer zurück. Es sei "ähnlich wie bei einem Marathon", wo man auch nicht im Training die volle Distanz laufe, schilderte Dujmovits: "Am Anfang habe ich geglaubt, das wird sehr schwierig werden."

Vor allem die Gelenke wurden beim Bergabfahren sehr stark beansprucht. Im Gelände sei es auch schwierig, Balance zu halten. Der 23-Jährige, der von seiner Freundin mit dem Mountainbike begleitet wurde, war auf der Strecke mit einem speziellen Einrad mit 29 Zoll Durchmesser und breiten Geländereifen unterwegs.

Zu 90 Prozent führte die Strecke über Feld- und Schotterwege, die manchmal schon eher einer Geröllhalde ähnelten. Der Untergrund war schwierig zu befahren. Hin und wieder habe er das Rad auch tragen müssen, wenn es nicht anders ging. Anstrengend sei für ihn das lange Sitzen im Sattel - teilweise bis zu zehn Stunden - gewesen: "Das macht einen schon müde auf Dauer." Anders als beim Radfahren könne man sich auch nicht bergab ausrasten, sondern müsse immer zu 100 Prozent konzetriert sein, schilderte Dujmovits.

Dafür sei er mit der wunderschönen Landschaft belohnt worden. Eine besondere Herausforderung stellten die Pässe dar, die es zu bewältigen galt. Insgesamt bewältigte der etwas andere Jakobsweg-Reisende auf seiner Fahrt rund 9.000 Höhenmeter. Am härtesten, auch wegen der Hitze, sei für ihn die Etappe nach O Cebreiro (1.250 Meter Seehöhe) gewesen. "Wir haben uns sehr bemüht, den Originalweg zu fahren", so der Südburgenländer, denn: "Wenn man den Jakobsweg macht, dann will man irgendwie auch den Originalweg machen."

Im Schnitt habe er täglich einen Kilometerleisutung ähnlich wie ein Radfahrer absolviert, so Dujmovits. Allerdings saß er viel länger im Sattel seines Einrades. Die Reaktionen von Menschen, denen er begegnete, seien "schon ziemlich interessant" gewesen: "Einige waren echt beeindruckt", das habe ihm Motivation gegeben. Die hat er scheinbar auch noch für andere Projekte: So bezeichnete er es als interessant, vielleicht einmal mit dem Einrad durch Neusseland zu fahren.

(© APA - Austrian Presse Agentur)

Ein paar Bilder davon finden Sie hier (klick hier).

 
 
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